
Schulungen in Makuyu, Kenia
Makuyu, ca. 60 km nördlich von Nairobi · 2002
Computerschulungen und KFZ-Mechanik-Training für Lehrer, Ausbilder und Angehörige der Missionsstation des Ordens der Salesianer Don Boscos in Makuyu, Kenia.
Ausgangslage
Mit über 28 Millionen HIV-Infizierten ist Afrika südlich der Sahara am schlimmsten von der Immunschwächekrankheit betroffen. Die durchschnittliche Infektionsrate liegt bei 9 % der erwachsenen Bevölkerung. Entsprechend niedrig ist die durchschnittliche Lebenserwartung und die Zahl der Waisenkinder steigt rapide an.
Makuyu ist eine kleine Gemeinde ca. 60 km nördlich von Nairobi und liegt im landwirtschaftlich geprägten, zentralen Hochland Kenias auf ca. 1.800 m über dem Meeresspiegel. Die Salesianer Don Boscos begannen 1982 zusammen mit den Don Bosco Schwestern ihre Arbeit in Kenia für arme und benachteiligte Kinder und Jugendliche. In dem ansässigen Ausbildungszentrum werden 12 Lehrberufe ausgebildet – vom Tischler über Zimmermann und KFZ-Mechaniker bis zum Maurer.
Intervention
Im Oktober 2002 koordiniert FAIRNETZEN einen zweiwöchigen Projekteinsatz mit insgesamt fünf Mitarbeitern der BOV AG und einem Mitarbeiter der Firma Triaton GmbH in Makuyu. Während dieser Zeit werden Angehörige der Missionsstation am Computer ausgebildet und spezielle Lösungen für die einzelnen Arbeitsbereiche erarbeitet – z. B. Krankenstation- und Medikamentenverwaltung, Kindergartenbuchhaltung, Werkstättenverwaltung und eine Datenbank für die Gesamtgemeinde.
Die Lehrerinnen der Sekretärinnenschule werden in Datenbank-, Buchhaltungs- und DTP-Software geschult. Auf dem Sektor der Kraftfahrzeugmechanik werden den Auszubildenden Praxis- und Theoriekenntnisse vermittelt.
Ergebnis
Die fünfköpfige Projektgruppe konnte durch die flexible Gestaltung des täglich achtstündigen Schulungprogramms viele produktive Arbeitsergebnisse verzeichnen. Als Nebeneffekt wurde die gemeinsame und abgestimmte Nutzung des Computer-Bestandes innerhalb der Missionsstation erreicht.
Darüber hinaus wurde im Bereich Kraftfahrzeugtechnik ein Wissensfundament gelegt, auf dem die künftigen Generationen von Automechanikern aufbauen können. Der intensive Austausch zwischen den deutschen Experten und den kenianischen Mitarbeitern hat auf beiden Seiten nachhaltige Eindrücke hinterlassen.