Förderung der Jugendausbildung in Nord-Piauí
Brasilien

Förderung der Jugendausbildung in Nord-Piauí

Acht Munizipien in Nord-Piauí, Brasilien · 2003–2006

Förderung der Jugendausbildung und integrierten ländlichen Entwicklung in acht Munizipien Nord-Piauís – mit Computerschulen, Obstanbau und verbesserter Ziegenhaltung.

Ausgangslage

Piauí, einer der ärmsten Bundesstaaten Brasiliens, gehört zu den neuen Staaten des brasilianischen Nordostens, der besonders durch problematische Klimaverhältnisse mit periodisch auftretenden Dürren und ungleicher Verteilung des Landbesitzes gekennzeichnet ist. Über 60 % der Bevölkerung Piauís sind in der Landwirtschaft tätig. Die Kleinbauern betreiben nach wie vor fast ausschließlich Landwirtschaft in Form von Waldbrandwechselwirtschaft mit extensiver Viehhaltung auf Subsistenzbasis.

Insbesondere für die jungen Bevölkerungsanteile gibt es auf Grund fehlender beruflicher Bildungs-, Einkommens- und Unterhaltungsmöglichkeiten kaum Anreiz, in ihren Heimatgebieten zu bleiben, so dass die Abwanderung unter den jungen Leuten sehr hoch ist.

Intervention

Das geplante Vorhaben leistet durch drei Projektkomponenten einen wesentlichen Beitrag: durch gezielte Förderung der ländlichen Bevölkerung zum eigendynamischen Handeln, durch die Errichtung von Computerschulen sowie durch landwirtschaftliche Förderung zur Unterstützung des Obstanbaus und einer verbesserten Ziegenhaltung.

Die Partnerorganisation SEBRAE arbeitet mit der DLIS-Methode (Desenvolvimento Local Integrado e Sustentável), die aus einer bestimmten Abfolge von festgelegten Kursen besteht. Die Kurse haben zum Ziel, die positiven Kräfte in den Munizipien und Gemeinden zu stärken und gemeinsamen Handel zu fördern.

Den Fokus legen wir in allen FAIRNETZEN-Projekten auf den Know-how-Transfer durch Spezialisten aus Wirtschaftsunternehmen: Im Zuge regelmäßiger Corporate-Volunteering-Einsätze durch Mitarbeiter der BOV AG, der ConPair AG und weiterer Wirtschaftsunternehmen sind in allen Kommunikationszentren Weiterbildungs-Workshops für Multiplikatoren und potenzielle Existenzgründer geplant.

Ergebnis

Das Programm erreichte Jugendliche in acht Munizipien (Brasileira, Lagoa de São Francisco, São José do Divino, São João da Fronteira, Domingos Morão, Milton Brandão, Barras und Cajueiro da Praia) und schuf eine Grundlage für weiterführende Bildungsangebote in der gesamten Region. Die integrierte Herangehensweise – Jugendausbildung verbunden mit ländlicher Entwicklung – wurde zum Modell für nachfolgende Projekte.