Computerschule Alcoy, Cebu
Philippinen

Computerschule Alcoy, Cebu

Alcoy, Cebu, Philippinen · 2001

Aufbau einer Computerschule in der Gemeinde Alcoy auf der Insel Cebu, Philippinen. Stärkung der Bildungsinfrastruktur und Verbesserung der Beschäftigungschancen.

Ausgangslage

Alcoy ist eine kleine Gemeinde an der Ostküste der Insel Cebu im Süden der Philippinen. Die Einwohnerzahl liegt bei ca. 12.000. In der ganzen Region rund um die Provinzhauptstadt Cebu-City stellt sich das Problem der Bevölkerungsexplosion und einer wachsenden Armut. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind katastrophal. Die Aussicht der Menschen, einen für den Lebensunterhalt ausreichenden Job zu finden, ist schwach. In den Gemeinden abseits der Ballungszentren ist die Infrastruktur schlecht ausgebaut. Es bestehen kaum Möglichkeiten der Berufsausbildung.

Intervention

Im Juni 2001 hat eine Analyse der Situation vor Ort stattgefunden. Zusammen mit dem Bürgermeister und der Schulleiterin der staatlichen High School wurden die Maßnahmen zum Aufbau einer Computerschule evaluiert. Die Schule stellt einen Raum zur Verfügung. Dieser Umbau wird von der PTA (Parents-Teacher-Association) und einem dort ansässigen deutschen Bauunternehmen durchgeführt. Durch den Umbau wird der Raum auch an das Stromnetz angeschlossen.

In Vorabgesprächen konnten Träger vor Ort identifiziert werden: CITE (Center for Industrial, Technology and Enterprise) bildet mittellose Jugendliche in technischen Berufsfeldern aus. TESDA (Technical Education and Skill Development Authority) soll die langfristige Trägerschaft sowie die finanzielle Absicherung der Multiplikatoren vor Ort gewährleisten.

Ergebnis

Der Nachweis von Computerkenntnissen hat auf den Philippinen nahezu den Stellenwert einer Arbeitsplatzgarantie. Erfahrungsgemäß werden Verbesserungen in der gesamten Infrastruktur des Ortes eintreten. Die Kommune ist in der Verpflichtung, deutlich mehr Gelder in Schulbildung und Alphabetisierungsmaßnahmen fließen zu lassen, da ein signifikanter Motivationsanstieg auf Seiten der Schüler zu verzeichnen sein wird.

Mit den FAIRNETZEN-Computerschulen werden Treffpunkte für Kinder und Jugendliche geschaffen, die nicht nur den Schülern offen stehen sollen. Auch Eltern und Gruppen aus den umliegenden Vierteln sollen darauf zugreifen, um sich z. B. über das Internet zu informieren und sich im Umgang mit gängiger Software zu üben.